#ZeroWaste - ein Leben ohne Müll



Immer wieder wird man in sozialen Netzwerken, wie Snapchat, Twitter oder Instagram mit dem Hashtag „ZeroWaste“ konfrontiert. Hier wird ein neuer Lifestyle propagiert. 


Doch was steckt eigentlich genau dahinter?

Übersetzt bedeutet „ZeroWaste“ Null Müll. Menschen, die diesem Motto folgen, versuchen ein Leben ohne die Produktion von Müll zu führen. Auf den ersten Blick wirkt das Konzept sehr simpel, doch leider ist Müll ein wesentlicher Bestandteil unseres alltäglichen Lebens. Meist nehmen wir ihn einfach gar nicht mehr wahr. Das Joghurt ist aufgebraucht – wir werfen den leeren Becher einfach in den Mülleimer, der schon wieder überquillt. So produziert der Durchschnitts-Deutsche etwa 450kg Hausmüll im Jahr. 


Doch was passiert eigentlich mit unserem ganzen Abfall?

Dass der ganze Müll sich nicht einfach in Luft auflöst, sollte uns bewusst sein. Wir wissen um die Ausmaße von Mülldeponien. Wir wissen, dass unsere Abfälle irgendwohin nach Afrika und Indien verschifft werden, wo Menschen sich vergiften, nur um an Wertstoffe darin zu gelangen. Wir wissen, dass ein beachtlicher Teil des Müll in den Weltmeeren landet und dort Lebewesen qualvoll verenden lässt. Aber daran verschwenden wir nur selten einen Gedanken, während wir einkaufen in riesigen Supermärkten, zuhause Verpackungen aufreißen und schließlich vieles davon in den Mülleimer werfen. 


Um dem Klimawandel und der Umweltzerstörung entgegenzuwirken, ist es dringend geboten, unseren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Das bedeutet wir müssen versuchen, unserere Ressourcenverschwendung, unsere Umweltbelastung und insbesondere unsere Müllproduktion zu minimieren. 


Doch wie gelingt dies? 

Beginnend im Hausalt mit Zahnbürsten aus Bambus, Stofftaschentüchern, Joghurt im Glas, bis hin zum Einkauf im verpackungsfreien Ladengeschäft. Natürlich ist es nahezu utopisch, zu denken, dass ein Mensch in unserer heutigen Gesellschaft ein Leben ohne jegliche Produktion von Müll führen kann. Unsere Aufgabe ist es jedoch dies wenigstens anzustreben. Zahlreiche positive Nebeneffekte wie z.B. eine gesündere Ernährung sollten uns zusätzlich motivieren. 


„ZeroWaste“ ist also nicht Lifestyle, sondern Pflichtaufgabe für uns alle.


Carolina Deuringer