Feuerwerk: Silvesterbrauch oder Umweltbelastung

01. Januar: 00.00 Uhr:

Bunte Feuerwerksraketen schießen in den Himmel, Böller explodieren am Boden. 


Der Großteil der Menschen weltweit begrüßt voller Freude das neue Jahr. Während es die einen gemütlich mit einem Glas Sekt und einzelnen Wunderkerzen einläuten, gibt es andererseits auch viele, besonderes  junge Menschen, die bereits  Tage vor dem Jahreswechsel vor den Regalen im Supermarkt stehen und ihr Geld für die tollsten, buntesten und lautesten Raketen und Böller verprassen, um pünktlich zum Jahreswechsel bei der prächtigen Lichterschau mitzuwirken. 


In diesem Jahr schien die Diskussion um die Verwendung von Feuerwerkskörpern so kontrovers wie kein Jahr zu vor. Vor allem in den sozialen Netzwerken traten Umweltaktivisten mit den Hashtags #böllerfrei und #keinfeuerwerk in der Öffentlichkeit auf und versuchten ihre Mitmenschen vom Kauf der  schädlichen Feuerwerkskörper abzuhalten. 


Nur die wenigsten werden sich jedoch während sie eine Rakete abfeuern oder einen Böller auf die Straße werfen, darüber Gedanken machen, welche Folgen ihr Verhalten für die Umwelt, aber auch für andere Lebewesen hat.  


Jährlich sind die Notaufnahmen in der Silvesternacht überfüllt. Hier finden sich angetrunkene Jugendliche mit schweren Verbrennungen, verursacht durch den unvorsichtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern wieder. Aber nicht nur das Verletzungsrisiko ist immens, auch die Verängstigung von Tieren und vor allem die Belastung der Umwelt ist nicht zu vernachlässigen. 


Was ist schädlich an ein paar bunten Funken und etwas Plastik?

Nicht wie man zunächst meinen möchte, ist der Plastikmüll das Problem, sondern die Freisetzung von etwa 4500 Tonnen Feinstaub allein in Deutschland, verursacht durch den Ruß, der bei der Verbrennung des Feuerwerkskörpers entsteht.  Dies entspricht in etwa 15,5% der jährlich im Straßenverkehr entstehenden Feinstaubmenge. Ob der Diesel-Fahrverbot bedrohte Feuerwerker daran denkt? Oder was ist mit den 100-150 Millionen Euro, die viel soziales Leid lindern könnten und gerade verbrannt werden? 


Wenn der Kater an Neujahr verflogen ist, sollte man einmal darüber nachdenken. Auch, wenn die guten Vorsätze zu Neujahr meist nur eine geringe Halbwertszeit haben, bleibt die Hoffnung, dass beim nächsten Mal alles besser wird. Prost Neujahr! 


Carolina Deuringer