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Grindelwalds Verbrechen

Seit Donnerstag beleben die Fantastischen Tierwesen zum zweiten Mal die Kinoleinwand und so erhält die magische Welt von Joanne K. Rowling ein weiteres Kapitel.

 

Einige Monate nach den Ereignissen in Paris beschäftigt sich Newt Scamander, wie gewohnt, mit seinen geliebten Tierwesen. Währenddessen gelingt es Grindelwald in New York sich auf spektakuläre Weise aus seiner Gefangenschaft zu befreien. Nach seiner Flucht beginnt er Credence in Paris zu suchen. Selbst der junge Albus Dumbledore kann oder will sich Grindelwald nicht entgegenstellen, weswegen sich Newt widerwillig nach Paris begibt. Dort erlebt er zusammen mit Tina, Queenie und Jacob sein nächstes großes Abenteuer.

 

Für einen Film, der über zwei Stunden Laufzeit besitzt, ist Fantastische Tierwesen 2 mit durchaus wenig Handlung ausgestattet. Kurz gesagt fühlen sich manche Strecken des Filmes unnötig und ausgedehnt an. Durch die vielen Charaktere, die teilweise viel zu kurz kommen wirkt der Film überladen, wodurch sich das Gefühl einstellt, neue Charaktere nicht kennenlernen zu können, obwohl Interesse an ihnen geweckt wird. Der Film ist deutlich düsterer als andere der magischen Welt, was nicht zuletzt an Johnny Depp liegt, der einen guten Bösewicht spielt und definitiv nicht einfach ein zweiter Lord Voldemort ist. Ein Problem ist, dass der Film so wirkt, als ob die echten Hauptfiguren Dumbledore und Grindelwald wären und nicht Newt Scamander. Leider sind auch die Tierwesen zwar präsent, aber nicht mehr so wichtig oder sie kommen einfach zu kurz. Genauso wie die Charaktere aus New York. Fanservice ist außerdem ein wiederkehrender Teil des Filmes, denn der ein oder andere bekannte aus Harry Potter taucht wieder auf und Hogwarts ist natürlich auch wieder zu sehen. Der Film ist gefüllt mit sehr vielen episodenhaften und auch schönen Szenen und schafft es sehr geschickt die Spannung immer aufrecht zu erhalten. Trotzdem hat man am Ende das Gefühl, es würde jetzt erst richtig losgehen, was vielleicht auch an dem recht enttäuschendem Finale liegt, dass sich nicht wirklich wie eines anfühlt und in eine übertriebene Effektschlacht ausartet.

 

Die Fans sind zwiegespalten in ihrer Meinung und schwanken zwischen super toll und wahnsinnig schlecht, während Kritiken eher mäßig ausfallen. Der Film wirkt daher wie ein Puffer, der auf die nächsten Filme vorbereitet, denn aus der Fantastischen Tierwesen Reihe sollen insgesamt fünf Filme entstehen. Trotzdem werden gerade Fans den Film mögen, denn es gibt durchaus einige Momente, die Spaß machen und der Film hat eine tolle Optik. Gerade Harry Potter Fans können sich hier über einen Film freuen, der sich wieder mehr wie Harry Potter anfühlt.

 

 

Martina Deurer

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