Das Theater im Wandel - Interview mit dem Theaterschauspieler Christian Peters

Der Theaterschauspieler Christian Peters, wurde 1979 in Augsburg geboren und war schon an einigen Theatern tätig.

Ich habe ihn zu seiner Tätigkeit als Schauspieler und zu seinen Erfahrungen interviewt.


Wann begannen Sie ihre Laufbahn als Schauspieler?


Im Jahr 2004 begann ich mein Schauspielstudium in Ulm, 2008 beendete ich mein Studium und bin seitdem berufstätig.


Was waren Ihre bisherigen Stationen?


Von 2004 bis 2008 habe ich, wie bereits gesagt, in Ulm studiert und hatte währenddessen auch immer wieder Stückverträge am Stadttheater Ulm.

Die nächsten sechs Jahre arbeitete ich teils fest angestellt, teils freischaffend am Landestheater Tübingen.

Nach diesen sechs Jahren war ich noch für zwei Jahre am Theater Trier tätig.

Zudem war ich noch zwischendurch freischaffend an den Theatern in Düsseldorf, Aachen, Zürich und im letzten Herbst in Mosambik.


Wollten Sie schon immer Schauspieler werden und wie kam es zu Ihrem Interesse an der Schauspielerei?


Nein, erst seit Anfang zwanzig, davor hatte ich viele andere Berufswünsche.

Mein Interesse entstand dadurch, dass ich mich sehr für verschiedene Kunstformen interessiere, die an einem Theater zusammentreffen. Zum einen natürlich die Schauspielerei, die Musik, aber auch der Tanz und bildende Künste.

Durch das Schauspielen kann man auch Empathie erlernen, indem man sich z.B. mit der Psychologie eines Charakters auseinander setzt und in andere Rollen hineinschlüpft.


Sind Sie ausschließlich ein Theaterschauspieler, oder haben Sie auch schon in dem ein oder anderen Film mitgewirkt?


Beruflich und Professionell bin ich ausschließlich ein Theaterschauspieler, aber ich habe auch schon hobbymäßig in Kurzfilmen mitgespielt, diese waren aber keine professionellen Filme.


Wirkt sich das immer größere Angebot an Unterhaltungsmedien auf die Besucherzahl aus, bzw. wird das Durchschnittsalter des Publikums immer höher?


Das kann man gar nicht so genau sagen, es spielen dabei viele Faktoren eine Rolle. Vor allem kommt es auf die Inszenierung und auf die theaterpädagogische Zusammenarbeit mit den Schulen und den Universitäten an. 

Wenn die Inszenierung modern und zeitgemäß ist, kommen natürlich auch mehr jüngere Besucher. 

Neue Medien werden ebenfalls, beispielsweise durch Trailer zu den Theaterstücken, Apps zum interaktiven Teilnehmen und Zitaten aus bekannten Filmen, mit einbezogen. Diese neuen Medien sollten meines Erachtens jedoch auch sinnvoll mit einbezogen werden, d.h. nur wenn es relevant ist.

Ich habe nicht den Eindruck, dass durch das neue Unterhaltungsangebot weniger Zuschauer kommen.

Um es genau festzustellen, müsste man einen Überblick über alle Theater in Deutschland haben und schon eine längere Zeit berufstätig sein, als ich es bin.

Unter dem Strich kommt es auf die schon genannten Kriterien an, ob mehr jüngere oder ältere Leute kommen.


Vielen Dank, dass Sie sich für dieses Interview Zeit genommen haben.


Nichts zu danken, ich hoffe, dass ich Ihnen etwas mitgeben konnte.



Florian Backeler