YouTube, wo ist die Grenze?



Von Beauty und Fashion bis zum Zocken und Gaming. Auf YouTube gibt es so gut wie keine Grenzen, was den Content betrifft. Rechtlich sieht das ähnlich aus.

Als großer YouTuber hat man kaum Einschränkungen. Wer eine große Reichweite besitzt, bei dem werden gerne mal 1, oder 2 Augen zugedrückt, egal welche Richtlinien missachtet wurden.

So können YouTuber wie Katja Krasavice und CO. ihrer Freizügigkeit freien Lauf lassen. Doch manche dieser ,,Entertainer’’ kennen die Grenzen nun wirklich nicht.

 

Erst kürzlich veröffentlichte der Millionen schwere YouTuber Logan Paul ein Video aus dem Suicide Forest in Japan. Einer der Sequenzen zeigt den US Amerikaner zusammen mit ein paar Freunden, durch den bekannten Wald spazieren. Plötzlich finden sie einen an einem Baum hängenden, leblosen Mann und halten dies alles mit der Kamera fest.

Das Video geht sofort viral und sorgt weltweit für großen Shitstorm. Erst nach Tagen sperrte YouTube seinen Kanal, er wird jedoch wenige Tage Später wieder freigegeben.

Der YouTuber entschuldigte sich mittels eines Videos und spendet 1 Million US Dollar an eine Organisation für Selbstmordhilfe. Kurze Zeit darauf, war das Thema aus der Welt geschaffen.


Jetzt könnte der ein oder andere behaupten: ,,ach, sowas machen ja auch nur die dummen Amis!''.

Tja, falsch gedacht. Erst kürzlich sorgte der deutsche YouTuber ApoRed für erhebliche Schlagzeilen. 

Für ein Scherzvideo um eine angebliche Bombe vor einer Hamburger Sparkasse ist der YouTuber ApoRed nun rechtskräftig verurteilt worden. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte nahmen vor dem Hamburger Landgericht ihre Berufungsanträge gegen ein erstinstanzliches Urteil zurück. Mitte 2016 veröffentlichte der YouTuber ein Video mit dem Titel ,,BOMBEN-PRANK’’. Darin wirft der 26-jährige Passanten eine Schwarze Tasche hinterher und ruft dabei folgendes: "30 Sekunden habt ihr alle Zeit, lauft lieber, wenn euch euer Leben etwas wert ist!“.

Dies beweist, dass auch auf YouTube Deutschland manch einer die Grenzen nicht kennt.


Doch wie kann man diese YouTuber zur Rechenschaft ziehen?

Die meisten dieser Entertainer mussten mit einer Rechtsverfolgung rechnen oder bekamen so viele Hassnachrichten, dass sie später selber beschlossen eine Pause zu nehmen oder sogar ganz aufzuhören. Auch vonseiten YouTube gab und gibt es ständige Änderungen der Rechtslinien. Die Plattform schränkt die Freiheiten des YouTuber immer weiter ein, sodass es immer weniger zu solch einer Art von Vorfällen kommt.


Glücklicherweise konnte festgestellt werden, dass mehr als 90 % der Zuschauer negativ auf solche Scherzvideos reagieren. Besonders wenn dabei die Würde anderer Menschen verletzt wurde.

Für die Zukunft erhoffen wir als Zuschauer und mehr wirklichen unterhaltsamen Content, sodass man nach dem Schauen des Videos nicht im völligen Fremdschämen versinkt.


Leona Ruben