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Das WM-Finale 2018 - ein Resume

Es war ein seltsames WM Finale. Es war das zweit-torreichste der Geschichte, wenn auch die Situationen aus denen die Tore entstanden, manchmal fraglich waren. Außerdem waren die Teilnehmer der Außenseiter Kroatien und Halbaußenseiter Frankreich, der die WM bis gestern erst ein Mal vor 20 Jahren gewonnen hatte. Mitten im Spiel meinten dann noch ein paar Flitzer, sie müssten den Spielfluss unterbrechen und als russische Polizisten verkleidet aufs Spielfeld rennen. Später wurde bekannt, dass diese der kremlkritischen Aktivistengruppe „Pussy Riot“ angehören. Wo es dann aber richtig seltsam wurde, war die Siegerehrung, die zuerst auf sich warten lies und dann bei Starkregen statt fand, zumindest galt der Regen zunächst für alle, die nicht Wladimir Putin waren, welcher irgendwie sofort jemanden hatte, der ihm einen Schirm über den Kopf hielt. Irgendwann, als Macron und Grabar-Kitarović schon klitschnass waren, bekamen auch diese einen Regenschirm.

Als Fazit kann man also sagen, dass das Finale von verschiedenen Seiten dazu genutzt wurde, politische Botschaften zu versenden. Putin hat klar gemacht, dass es ihn herzlich wenig kümmert, wenn seine französischen und kroatischen Amtskollegen im Regen stehen, andere kritisieren ihn für sein Verhalten. Nach dem Endspiel sagte er außerdem, Russland könne stolz sein, viele ausländische Fans hätten Russland nun kennengelernt, was auch ein wichtiges Ergebnis der WM sei.

 

Auf jeden Fall hat man schon unspektakulärere Endspiele gesehen, denn zumindest war das Match mit einem Tor durch eine Schwalbe, einem Eigentor und einem Handelfmeter abwechslungsreich und spannend.

 

von Catharina Bierl, 16.07.2018

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