· 

How social media is ruining your life - oder sind wir Sklaven des Internets

Täglich verbringt ein Jugendlicher im Durchschnitt mehr als drei Stunden in sozialen Netzwerken. 

Besonders in den letzten Jahren ist ein Hype um social media, also Plattformen wie Instagram, Snapchat, YouTube, Twitter oder auch Musical.ly entstanden. Allein auf Instagram werden pro Tag mehr als 98 Millionen Bilder hochgeladen. Was um 2004 mit Facebook richtig begann, hat heute sogar ganz neue Berufe hervorgebracht, wie zum Beispiel den des Influencers. Als solche werden Personen mit einem gewissen Auftritt in den sozialen Netzwerken bezeichnet, die aufgrund ihrer starken Präsenz, für Werbung und Vermarktung in Frage kommen. Sie werden dafür bezahlt, bestimmte Produkte einer Firma auf ihrem Instagram Account zu empfehlen und die Follower dazu zu animieren, diese zu kaufen.


Die Bilder, die die Influencer dazu posten, haben längst nichts mehr mit der Realität zu tun. Es werden nur noch die besten vorselektierten Fotos gezeigt, die zusätzlich auch noch durch Photoshop, Facetune und andere Bearbeitungsapps aufbereitet werden, damit alles möglichst perfekt aussieht und so beim User ankommt.


Besonders Jugendliche lassen sich aufgrund ihres Alters, ihrer Naivität und vermutlich auch fehlender Distanz und Rationalität, sehr stark von dem vermeintlich perfekten Leben eines Influencers beeinflussen. Dieses besteht scheinbar nur aus Reisen um die ganze Welt, einer gesunden Ernährung, Fitness, den perfekten „tumblr Outfits“ und Millionen von begeisterten Fans.


Ich habe vor kurzem, skurrilerweise auf Youtube ein Video mit dem Titel „how social media is ruining your life and you don’t even know it“ von Vegan Earth&Soul (https://m.youtube.com/watch?v=xppAodxtVbY ) angesehen. Nach diesem Video ist mir wieder bewusst geworden, wie „fake“ social media eigentlich sind und wie sehr wir unser Leben von scheinbar „perfekten“ Menschen, Influencern, von Follower, Likezahlen oder Snapchatscores beeinflussen lassen.

Wir lassen diese darüber bestimmen was und wer wichtig ist. Wir lassen sie unser Leben kontrollieren und auch in gewisser Weise definieren. Durch das Teilen von Fotos mit unseren Freunden, oder der ganzen Welt, entsteht immer mehr ein Drang unser Leben und uns selbst, anderen zu beweisen. Haben wir das nötig?


Die Gesellschaft und auch wir, sollten uns wieder mehr auf das reale Leben und reale Menschen einlassen und nicht unsere Lebenszeit auf Instagram, Snapchat, Twitter  und Co verschwenden. Wir bekommen diese Zeit nicht mehr zurück. Wenn wir ehrlich mit uns sind, wissen wir, dass wir unsere Zeit besser nutzen könnten, als Stunden auf Instagram zu verbringen und auf YouTube von einem unnötigen Video auf das nächste zu klicken.


Das wahre Leben bietet mehr!



Carolina Deuringer