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Ride on! Ein mehr als erfolgreiches Turnierwochenende geht zu Ende

(am Ende des Artikels finden Sie eine Begriffserklärung)


„Hagen: Sönke Rothenberger und Cosmo gewinnnen Grand Prix Special“

„Hagen: Denis Nielsen und DSP Cashmoaker gewinnen Großen Preis“

„Michael Jung wird zweiter im CCI4* in Lexington“

„Mannheim: Dreifach-Sieg für Klössinger“


Es ging rund in den letzten Tagen auf den FN-News (Fédération Equestre Nationale); eine Schlagzeile jagte die andere. 

Beim Internationalen Vielseitigkeitsturnier in Sopot (Polen) hielten Andreas Ostholt, Stephanie Böhe und Dirk Schrade mit zwei ersten und jeweils einem zweiten und dritten Platz im CIC1*/2*/3* die deutschen Fahnen hoch.

Hatte man diese Erfolge geradeso realisiert, ließ der unangefochtene Meister der Vielseitigkeit (2012-2014: als erster seiner Disziplin gleichzeitig Olympiasieger, Welt- und Europameister und seit 2015 Weltranglisten-Erster) Michael Jung das Vielseitigkeitsreiter-Herz gleich nochmal höher schlagen. In Lexington (USA) belegte er mit der erst achtjährigen

fischerRocana FST den zweiten Platz im CIC4*. 

Unterdessen glänzte die deutsche Jugend in den Altersklassen der Jungen Reiter, Junioren und Children beim Internationalen Offiziellen Jugend-Springturnier in Zduchovice (Tschechien). In den Nationenpreisen der Altersklassen belegte Deutschland hier jeweils den zweiten Platz, in den Großen Preisen zweimal den dritten Platz. Mylen Kruse musste sich im Großen Preis der Jungen Reiter gleich drei Dänen geschlagen geben und belegte mit ihrem Pferd Chaccmo einen trotzdem hervorragenden vierten Platz. 

Von Tschechien geht es ab nach Mannheim zum traditionellen Mannheimer Maimarkt-Turnier, wo Lisa-Marie Klössinger niemanden an sich ranließ. Mit den drei Siegen in der Intermediaire ll, dem Grand Prix und der Grand Prix Kür sicherte sie sich nebenbei auch noch ihr Ticket für die Europameisterschaften im August in Roosendaal (Niederlande). Da scheint Nina Rathjens mit den dritten Plätzen in der Intermediaire ll und in der Kür und dem zweiten Platz im Grand Prix fast in ihrem Schatten zu stehen. Genauso wie die erst 19-jährige, dreimalige Europameisterin Hannah Erbe, die in der Intermediaire ll den zweiten Platz belegte und sich trotz einer Formschwäche im Grand Prix noch den zweiten Platz in der Kür erkämpfte.

Noch mehr Dressurerfolge gab es auf dem „Horses&Dreams“ in Hagen, das dieses Jahr unter dem Motto „… and the Royal Kingdom of Jordan“ stattfand, zu verzeichnen. Träumen durften hier nämlich nur die ausländischen Reiter, und zwar von Platzierungen in den vorderen Rängen. Während die deutschen Nachwuchsreiter in Mannheim die vorderen Plätze für sich reservierten, tat es ihnen der A-Kader in Hagen ganz gleich. Kristina Bröring-Sprehe ließ sowohl im Grand Prix, als auch in der Grand Prix Kür den Spanier Severo Jesus Juardos Lopez jeweils auf dem zweiten und den Schweden Patrick Kittel auf dem dritten Platz verweilen. In der zweiten Grand Prix machten dann mit Isabell Werth auf dem ersten, Jessica von Bredow-Werndl  auf dem zweiten und Sönke Rothenberger auf dem dritten Platz drei Deutsche die Führungspositionen unter sich aus, die sie dann im Grand Prix Special einfach tauschten und Sönke Rothenberger gefolgt von Isabell Werth und Jessica von Bredow-Werndl einen Sieg feiern konnte. Hubertus Schmidt nahm mit seinen Pferden Toscana OLD und Chrysler den ersten Platz im Grand Prix St. Georg und den zweiten im Finale des Louisdor-Preises ein.

Im Springen ging der Große Preis natürlich auch an einen Deutschen; Denis Nielsen und DSP Cashmoaker gewannen mit 2,4sek Vorsprung auf den Österreicher Christian Rhomberg.

Alle Ergebnisse aus Hagen (und somit noch sehr viele weitere deutsche Erfolge) finden Sie hier:

https://online.equipe.com/en/competitions/23851 


Das in den letzten Jahren sinkende Interesse der deutschen Bevölkerung am klassischen Reitsport und dem Spitzensport tut den Erfolgen der deutschen Reiter also keinen Abbruch. Das beruhigt!



Weitere Ergebnisse aus Münster, Eschweiler, Samorin (Slovakei), Fredenborg und Aalborg(Dänemark) und Karlstetten (Österreich) finden Sie hier: 

https://www.pferd-aktuell.de/fn/newsticker/newsticker 



Begriffserklärung:

Vielseitigkeit: umfasst die Disziplinen (klassische englische) „Dressur“, „Springen“ und das Reiten einer Geländestrecke mit Hindernissen. Die Disziplinen werden einzeln geritten.

CIC: Bezeichnung internationaler Vielseitigkeitsklassen. Umso höher die Anzahl der Sterne (*), desto schwieriger.

Nationenpreis: jedes Land stellt hier eine Mannschaft bestehend aus vier Reitern (davon ein Streichergebnis)

Großer Preis: Schwerstes Springen mit Einzelwertung eines Turniers

Grand Prix St. Georg/Grand Prix/Grand Prix Special/Intermediaire ll: verschiedene internationale Dressurklassen

Grand Prix Kür: oder auch Freestyle. Unterscheidet sich nicht von Kür Wettbewerben anderer Sportarten. Musik und Lektionen werden unter Voraussetzungen vom Reiter selbst zusammengestellt.

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