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Städte der Zukunft- Einwohner- und Umweltfreundlich zugleich

In den nächsten Jahren werden die Städte weltweit weiterhin wachsen. Das bedeutet, dass immer bessere Lösungen für das Leben in Großstädten gefunden werden müssen, um es für die Einwohner weitgehend angenehm und alltagsfreundlich zu gestalten. Das ist die Idee der „Smart Cities“. Auch wenn man bei diesem Begriff eher an das Voranbringen von Technologien denken würde, bedeutet er eher, diese auch so einzusetzen, dass sie Bürgern eine echte Hilfe sind. Es gibt Städte, die das schon umsetzen konnten und anderen so als Beispiel dienen können.

 

Eine davon ist Moskau. Das System der öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt hat sich von einem der weltweit schlechtesten zu einem der weltweit besten entwickelt. Und das in einem kurzen Zeitraum, nämlich von 2010-2016. Der erste Schritt dazu war die Analyse der Pendler-Daten auszuwerten und entsprechende Maßnahmen zu treffen. Solche Maßnahmen sind zum Beispiel die Verbesserung der Parkplatzsituation und Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel. Die Einführung von E-Tickets und eine Reduzierung der Anzahl der Taxis haben die öffentlichen Verkehrsmittel für viele attraktiver gemacht. Doch damit war noch nicht Schluss. Wieder wurden Daten ausgewertet, um das öffentliche Verkehrssystem weiterhin zu verbessern, wo es auch wirklich nötig war. Weiterhin wurden Service Centres eingerichtet, wo Ideen, Anfragen und Vorschläge von Kunden gesammelt werden, die auch in die weitere Planung einfließen. Durch diese Prozesse konnte der Moskauer Verkehr um 13% beschleunigt werden. Denn durch die gesteigerte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wurde natürlich die Zahl der Autofahrer reduziert. Diese gesamte Entwicklung ist nicht nur bezüglich Moskaus Stadtverkehr positiv zu bewerten, sondern auch im Hinblick auf das Thema Umwelt und Umweltschutz.

 

Natürlich geht es bei Smart Cities nicht nur um effizienten Verkehr, sondern zum Beispiel auch um Wassermanagement. Das klingt weit hergeholt, ist aber von großer Bedeutung. Denn Trinkwasserknappheit ist nicht nur in trockenen oder ländlichen Gegenden ein Problem, sondern zunehmend auch in Großstädten. Gründe dafür sind Bevölkerungswachstum, Klimawandel und die weltweite Veränderung des Konsumverhaltens. Ein mit neuen Technologien verbundenes Wassersystem könnte dem unnötigen Verlust von Wasser beim Transport vorbeugen, zu einer besseren Aufbewahrung verhelfen und Wassermanagement allgemein effizienter gestalten.

 

Weitere Themen bei der Entwicklung von Smart Cities wären neben öffentlichem Verkehr und Wassermanagement auch das Renovieren und Neu- Designen von bestimmten öffentlichen Bereichen, die Einrichtung von potentiellen Standorten für Unternehmen und die Eröffnung neuer Bildungseinrichtungen.

 

All diese Aspekte bieten neue Perspektiven für Großstädte, aber man muss sich auch Gedanken über mögliche Gefahren machen, gerade wenn wichtige Dinge wie Fortbewegung und Wasserversorgung mithilfe von neuen Technologien betrieben werden. Denn diese könnten bei unzureichender Sicherung einen wunden Punkt bezüglich Cyberkriminalität darstellen. Deswegen werden die Systeme immerzu geupdatet werden und man wird in sie investieren müssen. Das darf aber nicht willkürlich passieren, sondern Städte werden individuelle Maßnahmen ergreifen müssen, da es keine Einheitslösung für alle geben wird. Erstens, weil die Städte nicht zu 100% gleich funktionieren werden, und zweitens, weil sie verschiedenen weiteren Gefahrenfaktoren, wie zum Beispiel Naturkatastrophen, etc., ausgesetzt sein werden. Somit wird jede Stadt mithilfe von Experten Gefahren evaluieren, Prioritäten und Ziele setzen müssen, um so gut wie möglich auf verschiedene Fälle vorbereitet zu sein.

 

 

Abschließend ist zu sagen, dass es wichtig ist, sich bei allen Projekten und Plänen mit den Einwohnern der Stadt auszutauschen um sicher zu gehen, dass diese dahinterstehen, und weiterhin, sie darüber informiert zu halten. Denn solche Vorhaben können nur mit dem Einverständnis der Menschen umgesetzt werden, weil diese schließlich damit leben werden und einen Großteil davon zahlen werden müssen.

 

von Catharina Bierl

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