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Ninja Warrior auf dem Pferd

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Vik Brüsewitz! Der Voltigierer feierte am Freitag seinen 28. Geburtstag. Genug Anlass um einige Fragen zu klären; Wer er und seine „Brüder“ überhaupt sind, was an Voltigieren so spannend ist und warum die drei echte Ninja Warriors sind.

Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Balance, Körpergefühl, Beweglichkeit, Eleganz. Die Bandbreite und Vielfältigkeit der Fähigkeiten, die man für das Voltigieren benötigt, ist in kaum einem anderen Sport so groß wie hier. Aber nicht nur die Vielzahl, sondern auch die notwendige Perfektion macht diesen Sport enorm schwierig. Schon ein kleiner Fehler bei einer Hebefigur oder einem Sprung vom Pferd kann zu einem unkontrolliertem Abgang aus mindestens 2m Höhe führen und schwere Verletzungen mit sich bringen. Die oben genannten Fähigkeiten wie Schnelligkeit, Beweglichkeit und Balance sind nicht nur für eine harmonische und elegante Show gut, sie können also auch typische Verletzungen vorbeugen.

Wenn alles gut geht kann man aber die volle Eleganz der Pferdesportathleten bewundern. Neben Einzelübungen werden auch Par de deuxs, dreier Choreografien und Hebefiguren auf dem Pferderücken und vereinzelt auf dem Boden vorgeführt.

Die Brüder Viktor und Thomas Brüsewitz und deren gemeinsamer Freund Jannik Heiland, die drei „Brüsewitz Brüder“, sind die aktuellen Aushängeschilder des deutschen Voltigiersports. Sie zählen längst nicht mehr nur zur nationalen Spitze, sondern bewiesen sich auch wieder im Jahr 2017 mit beeindruckenden Leistungen in internationalen Wettbewerben, wie dem FEI-Worldcup (Jannik Heiland, Platz 2 im Einzel) oder den Europameisterschaften (Thomas Brüsewitz, Platz 5 ebenfalls Einzel).

Jedoch konnte man Viktor und Thomas letztes Jahr nicht nur in den Hallen bewundern. Denn die beiden zeigten im vergangenen Jahr bei „Ninja Warrior Germany“, was alles in einem Voltigierer steckt. Der Hindernisparcours dieser TV-Show, die ihren Ursprung in Japan hat und mittlerweile weltweit ausgetragen wird, wird vom deutschen Ausstrahler RTL als härtester Parcours Deutschlands bezeichnet. Egal ob große Muskeln oder einfach nur großes Ego, jeder kann sich unabhängig von seiner praktizierten Sportart mit einem Bewerbungsvideo bewerben und teilnehmen. Der Parcours besteht aus verschiedenen Elementen, die meist etwas mit hangeln, klettern oder springen zu tun haben und schnellstmöglichst überwunden werden müssen. Was von vielen Teilnehmern unterschätzt wird; hierbei ist eine sehr gute Griffkraft gefragt. Die Erfahrung aus der vergangenen Show zeigte, dass mit Boulderern oder Sportkletterern im Finale zu rechnen ist. Gewinner der Show war schlussendlich Sportkletterer Moritz Hans als „Last man standing“.

Als jedermanns Favoriten starteten die Brüder aus dem niedersächsischen Garbsen also sicherlich nicht. Aber nach den beeindruckenden Runden im ersten Lauf qualifizierten sich beide für die zweite Runde. Und nach Viktors Einzug ins Finale, scheint es doch so, als wären nicht nur die erfahrenen Kletterer aufgrund ihrer Sportart bei diesem Wettbewerb im Vorteil. 

Das Voltigieren und wahrscheinlich noch viele andere belächelte Sportarten birgt wahre „Ninja Warrior“. 

Sind wir gespannt von welchen Sportarten wir uns in der nächsten Staffel , „Ninja Warrior Germany“ 2018, überraschen lassen können.

Und zum Voltigiersport kann man abschließend sagen; es lohnt sich auf jeden Fall die kommende Saison und das „Brüsewitz-Trio“ zu verfolgen. 

Wir wünschen den Dreien eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison!

 


Maria Strauß

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