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Die SPD - Am Ende oder vorm Neuanfang?

Ein Kommentar 

 

Die SPD ist am Ende, sie sind einer der größten Verlierer der letzten Bundestagswahl. Die Arbeiterpartei verliert ihre Arbeiter. Die Reaktion auf dieses schlechte Ergebnis war schon früh am Wahlabend klar, die Oppositionsrolle war gewünscht und gefeiert. Man wollte seine eigenen Werte wiederfinden und so das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler wiedergewinnen, etwas, das schon längst hätte passieren sollen. Und es lief so gut für die SPD, Jamaika war kurz davor beschlossen zu werden und dann das; die FDP sagt „Nein“. 

Jetzt bittet die Kanzlerin wieder zum Verhandlungstisch, die GroKo soll es sein. Die Koalition, durch die die SPD in den letzten 4 Jahre so an Stimmen verloren hat, die, die sie so unkenntlich gemacht hat wie schon lange nicht mehr. Aber eine wirkliche Alternative hat die SPD nicht, sagt sie „Nein“ drohen Neuwahlen und die will keiner.

Die SPD ist sich unsicher, von der Basis bis zur Parteispitze. Die einzigen, die sich sicher darin sind, was sie nicht wollen, sind die Jusos. Sie strecken Schilder mit der Aufschrift „No GroKo“ in die Höhe. 

Martin Schulz hingegen will eigentlich keine der Optionen, keine Neuwahlen, keine große Koalition, keine Minderheitsregierung und auch kein Kenia (CDU/CSU, SPD, Grüne). In seinen Augen ist es wohl eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Die große Koalition könnte einen weiteren Gesichtsverlust bedeuten. Genau das, was die SPD nicht gebrauchen kann. Bei Neuwahlen könnte es ein noch schlechteres Ergebnis geben. Aber vielleicht ist es wichtig, die Oppositionsrolle zu behalten, endlich mal wieder Stärke zu zeigen, die eigene Meinung zu vertreten und keinen Kompromiss einzugehen. Denn das Selbstbewusstsein wurde in letzten Jahren so bei der SPD vermisst. Vielleicht, ganz vielleicht, könnten Neuwahlen einen positiven Effekt auf das Wahlergebnis der SPD haben. 

 

Eva Stadler

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